Rock am Ring 2019 (1 Betrachter)

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14. November 2015
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Rock am Ring ist ein von Marek Lieberberg veranstaltetes Musikfestival, das von 1985 bis 2014 und seit 2017 wieder auf dem Nürburgring in der Nähe der Stadt Adenau in der Eifel stattfindet. In den Jahren 2015 und 2016 fand das Festival am ehemaligen Bundeswehr-Flugplatz in Mendig statt. Es läuft parallel zu Rock im Park und hat eine fast identische Bandbesetzung.

Geschichte
Vor Rock am Ring
Bereits 1980 war ein Festival an der Nürburgring-Rennstrecke geplant. Dieses sollte am Streckenabschnitt „Schwalbenschwanz“ an der Nordschleife bei Herresbach stattfinden. Obwohl bereits Bands gebucht, Flyer gedruckt und Eintrittskarten verkauft worden waren, scheiterte das Festivalprojekt an den fehlenden Parkmöglichkeiten. Hinzu kamen Proteste von Anwohnern, die ihre Grundstücke nicht als Parkmöglichkeiten für die Festivalbesucher zur Verfügung stellen wollten.

1985–2014
Rock am Ring wurde erstmals 1985 veranstaltet und war ursprünglich als ein einmaliges Ereignis geplant. Aufgrund des großen Erfolges mit 75.000 Zuschauern entschloss man sich jedoch, diese Veranstaltung jedes Jahr stattfinden zu lassen. Der Einbruch der Zuschauerzahlen 1988 hatte eine zweijährige Pause zur Folge. 1991 startete das größte deutsche Rockfestival mit einem überarbeiteten Konzept erneut. Ein neues Hauptaugenmerk wurde darauf gelegt, dem Publikum mehr Newcomer vorzustellen. So traten unter anderem die zu diesem Zeitpunkt eher unbekannten INXS oder Alanis Morissette bei Rock am Ring vor großem Publikum auf.

Im Juni 2012 wurde in der Rhein-Zeitung bekanntgegeben, dass es Probleme mit dem Land Rheinland-Pfalz hinsichtlich der Austragung des Festivals im Jahr 2013 gebe. Grund sei, dass das Infrastrukturministerium den angesetzten Termin nicht bestätigt habe und die ersten Gespräche mit den Musikern für das nächste Festival bereits in den folgenden Wochen beginnen sollten. Rock am Ring fand 2013 jedoch wie geplant statt und stellte einen neuen Besucherrekord auf.

Weggang vom Nürburgring
Zum 30. Mai 2014 gab der Veranstalter bekannt, dass das Festival im Jahr 2014 zum letzten Mal am Nürburgring stattfinden werde, da der Betreiber der Rennstrecke den Vertrag gekündigt habe. Laut einem Beitrag der Rhein-Zeitung habe der Betreiber der Rennstrecke eine Erhöhung des Anteils um 25 Prozent gefordert, gleichzeitig koste Rock am Ring laut Veranstalter zwei bis drei Millionen Euro mehr als das Schwesterfestival Rock im Park. Für eine Fortführung des Musikfestivals stünden zum damaligen Zeitpunkt zudem sechs neue Standorte zur Verfügung, einer davon in Rheinland-Pfalz. Am Ende kamen das JHQ Rheindahlen nahe Mönchengladbach und der ehemalige Militärflugplatz Mendig in die engere Auswahl. Nach langen Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) und der Stadt Mendig fiel die Entscheidung auf Mendig, obwohl die Gemeinde kleiner und die Region strukturschwächer ist. In der Begründung lobte Lieberberg das große Entgegenkommen der Stadt Mönchengladbach, doch die Verhandlungen mit der Bima liefen äußerst zäh. Der Standort sei zwar perfekt, der Juni-Termin aufgrund der „langwierigen Verhandlungen“ mit der Bima jedoch nicht zu halten, was eine Absage an den Standort zur Folge hätte.

Seit 2015
Die Nürburgring-Gesellschaft Capricorn plante nach dem Wegfall des „Rock am Ring“ mit dem Veranstalter DEAG Deutsche Entertainment für 2015 ein neues Festival namens „Grüne Hölle Rock“ für den Nürburgring. Im Frühjahr 2015 wurde jedoch das Scheitern dieses Vorhabens bekannt, nachdem die beiden Unternehmen sich im Kostenstreit um „Grüne Hölle Rock“ entzweit hatten. Stattdessen veranstaltete die DEAG ihr neues Festival in der Veltins-Arena Gelsenkirchen.

Das erste Rock-am-Ring-Festival in Mendig wurde 2015 von einem schweren Gewitter überschattet. Ein Blitzeinschlag im Backstage-Bereich verletzte zunächst acht Festivalmitarbeiter, weitere Einschläge auf dem Zeltplatz verletzten 25 Besucher.

Auch 2016 wurde der Auftakt des Festivals von schweren Unwettern begleitet. Starkregen sorgte dafür, dass die Auftritte der Bands zunächst unterbrochen werden mussten. Ein Blitzeinschlag verletzte am Abend des Festival-Freitags 15 Personen schwer, weitere 57 wurden leicht verletzt. Zwei Personen mussten wiederbelebt werden. Da sich am Festival-Samstag eine Verschärfung der Wetterlage abzeichnete, wurde das Festival auf Anweisung der Genehmigungsbehörde zunächst vorläufig unterbrochen und das Festivalgelände geräumt. Nachdem das Programm für einige Stunden erneut aufgenommen worden war, entzog die Verbandsgemeinde Mendig dem Veranstalter die Genehmigung zur Fortführung des Festivals am dritten Festivaltag, sodass das Festival abgebrochen wurde. Lieberberg kritisierte die Entscheidung der Verbandsgemeinde Mendig. Es sei nicht gerade eine „Sternstunde der verantwortlichen Behörden“ gewesen.

Im Dezember 2016 gab der Veranstalter bekannt, dass Rock am Ring 2017 aus wirtschaftlichen Gründen wieder am Nürburgring stattfindet.

Am Abend des 2. Juni 2017, dem ersten Tag des Festivals, wurde die mit etwa 85.000 Besuchern ausverkaufte Veranstaltung gegen 21 Uhr während eines Auftritts der Düsseldorfer Band Broilers unterbrochen und das Festivalgelände geräumt. Als Grund wurde eine terroristische Gefährdungslage genannt. Weitere für den Freitagabend geplante Auftritte entfielen, unter anderem der des Headliners Rammstein und der des Rappers Marteria. Noch am selben Abend wurden in Hessen drei Männer festgenommen und überprüft. Zwei der Männer, die der salafistischen Szene in Hessen zugerechnet werden, hatten Zugangsberechtigungen in Form von Armbändern, die ihnen direkten Zugang zu vielen Festivalbereichen ermöglichten. Einer der Männer habe zudem im Verdacht gestanden, Bezug zur terroristischen Szene zu haben. Am Vormittag des 3. Juni gab die Polizei nach einer Durchsuchung des Veranstaltungsgeländes und einer Überprüfung der Wohnungen der Verdächtigen jedoch Entwarnung, der Verdacht eines drohenden Anschlags hatte sich nicht erhärtet, sodass das Festival am Samstagmittag fortgesetzt werden konnte. Die Zugangsberechtigungen zum Festivalgelände hatten die zwei Hauptverdächtigen aufgrund einer kurzfristigen Personalanforderung eines externen Sicherheitsdienstleisters erhalten.

Besonderheiten
Seit 1997 findet Rock im Park in Nürnberg statt, gleichzeitig zu Rock am Ring in der Eifel. Normalerweise spielen auf dem Zwillingsfestival dieselben Bands, es kommt aber z. B. durch Terminschwierigkeiten vor, dass einzelne Bands nur auf einem der beiden Festivals zu sehen sind.

Ein wichtiger Bestandteil des Festivals ist das Campen rund um das Festivalgelände, dessen Charakter sich jedoch im Laufe der Zeit gewandelt hat: In den ersten Jahren waren vor allem kleine Zelte und wenige Kleintransporter zu sehen. Inzwischen wird das Bild zunehmend von Pavillons und Wohnmobilen geprägt. In den letzten Jahren waren auch vermehrt Großfahrzeuge wie Lkw auf den Campingplätzen anzutreffen, bevor diese verboten wurden. Da früher alte Couchgarnituren und Sofas liegen gelassen wurden, darf man diese nicht mehr mitbringen.

Namensstreitigkeiten
Am 12. Juni 2014 meldete der deutsche Metal Hammer unter Berufung auf eine Meldung von Focus Online, dass die Betreiber des Nürburgrings eine einstweilige Verfügung über die weitere Nutzung der Marke „Rock am Ring“ erwirken wollten. In erster Instanz wurde entschieden, dass der Name sowohl Lieberberg als auch dem Ringbetreiber gehöre. Nach einer erneuten Prüfung des Urteils durch die Anwälte Lieberbergs wurde im Juli Berufung beim Oberlandesgericht Koblenz eingereicht. Dieses entschied Ende August 2014 in einer einstweiligen Verfügung, dass der Name der Marke „Rock am Ring“ Lieberberg gehöre. Die Entscheidung im Hauptverfahren steht noch aus und war für Juli 2016 angekündigt.

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